Zahnarztpraxis - Ihr Zahnarzt in Hamburg
Zahnmedizin
Dr. Benno Gaßmann, MSc
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24.09.2012 09:17 Alter: 5 yrs
Kategorie: Implantation

Den Zahn erhalten oder ein Zahnimplantat einpflanzen?


Mit den modernen Verfahren einer Wurzelkanalbehandlung können heute selbst stark geschädigte Zähne gerettet werden. Ist das Zahnmark entzündet oder abgestorben, etwa wegen einer schweren Karies, einer Zahnfraktur oder nach einem Trauma, ist diese "endodontische Therapie" die einzige Möglichkeit, den Zahn zu erhalten. Sie ist damit eine Alternative zur Extraktion und nachfolgenden Implantation.

Da die Erfolgsaussichten einer Wurzelkanalbehandlung ähnlich gut sind wie jene einer implantologischen Therapie, können weitere Faktoren - neben dem Patientenwunsch - bei der Therapieentscheidung in Betracht gezogen werden.

Welche hier in Frage kommen, hat die Zahnärztin Susanne Hahner von der Poliklinik für Zahnerhaltung, Parodontologie und Endodontologie der Universität Düsseldorf in der Deutschen Zahnärztlichen Zeitschrift (DZZ) näher analysiert. So haben beispielsweise Raucher ein erhöhtes Risiko für Entzündungen des Gewebes um ein Implantat herum. "Daraus lässt sich folgern, dass bei Rauchern eine Wurzelkanalbehandlung ratsamer sein kann", schreibt Hahner. Auch bei Patienten mit einem geschwächten Immunsystem oder Patienten, die im Kopf-Hals-Bereich bestrahlt wurden, bietet die Wurzelkanalbehandlung Vorteile. "Insbesondere für Patienten mit eingeschränkter Allgemeingesundheit stellt die endodontische Therapie eine minimalinvasive, komplikationsarme Therapieform dar", resümiert die Wissenschaftlerin.

Grundsätzlich ist eine Wurzelkanalbehandlung bei allen Zähnen möglich - vorausgesetzt, die anatomischen Strukturen der Wurzelkanäle ermöglichen es, dass der Zahnarzt mit feinen Instrumenten die inneren Hohlräume reinigen, desinfizieren und befüllen kann. Darum stößt auch eine Wurzelkanalbehandlung mitunter an technische und anatomische Grenzen. "Sind die Grenzen der Zahnerhaltung überschritten, ist eine Implantation auch bei eingeschränkter Allgemeingesundheit zumeist sehr gut möglich", schreibt Hahner.

Quelle: DGI e.V. www.dginet.de